5 Hacks, um Dein Black Friday- und Weihnachtsgeschäft mit Pinterest Ads nach vorne zu bringen

von | Podcast

2020 war wild; uns stehen (vermutlich) noch wildere Zeiten bevor. Gerade deshalb wollen wir uns in der kalten Jahreszeit einmummeln und dieses Jahr positiv ausklingen lassen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird schon in vielen Haushalten hoch- und runter diskutiert, ob man die Liebsten an Weihnachten überhaupt sehen darf. Weihnachten ist also schon in aller Munde. Vielleicht hat es dieses Jahr sogar eine noch speziellere Rolle als sonst: Wir werden (wahrscheinlich) mehr Zeit Daheim verbringen – umso mehr wollen wir unsere vier Wände gemütlicher und besinnlicher gestalten, um das bekannte Weihnachtsgefühl aufkommen zu lassen. Oder mit den schönsten – und vielleicht diesmal endlich selbstgemachten – Geschenken Freude bereiten. 

Doch der stationäre Handel wird leider nicht wie üblich stattfinden können. Kein Bummel durch die Innenstadt, keine Weihnachtsmärkte. Und das – aus Marketing-Perspektive – zur wildesten Zeit des Jahres. An Black Friday bzw. in der Blackweek und zu Weihnachten wird üblicherweise geshoppt. In diesem Jahr halt online, statt im Einkaufszentrum. Und damit sind wir Performance Marketer*innen gefragter denn je. 

Geschenk-Inspirationen werden in diesem Jahr verstärkt über das Internet und nicht über das Schaufenster eingeholt. Dabei spielt Pinterest eine große Rolle. Die Plattform inspiriert mit passenden Themen, zeigt Momente auf – wie zum Beispiel dekorierte Weihnachtstische, nachhaltige Einpack-Methoden… und kann damit verschiedene Weihnachts-Typen ansprechen. Zunächst steht auf der Plattform somit nicht der direkte Abverkauf im Fokus, sondern die Menschen in eine bestimmte zu Stimmung zu versetzen, sie zu inspirieren. Wie Du das schaffst, das lernst Du in diesem Beitrag! 

Wir haben uns dafür eine echte Pinterest Ads Expertin in den Podcast eingeladen, Yvonne Iwainsky. Sie ist Performance Marketing Managerin bei Kerbholz & erlich Textil, für die Pinterest mittlerweile ein Schlüssel-Kanal ist. Nachdem diese Marken die klassischen Kanäle Instagram und Facebook quasi durchgespielt hatten und die performanten Zielgruppen gefunden waren, stellte sich die Frage, welche anderen Kanäle für die Distribution genutzt werden könnten.

Sollte Dir nach dem Lesen dieses Beitrags der Kopf qualmen und Du weißt nicht, wie und wo Du anfangen sollst, helfen wir Dir mit unserem Audit gerne weiter. So kannst Du erfahren, wie gut Dein Advertising-Setup wirklich ist. Wir gehen dafür tief ins Detail, mit praktischen Handlungsempfehlungen.

Schnell hat sich für Yvonne und ihr Team gezeigt, dass sich mit Pinterest sowohl organisch als auch mit paid-Maßnahmen eine ernstzunehmende Ergänzung für die klassischen Push-Kanäle bietet. Wenn Du mehr darüber hören willst, wie Kerbholz & erlich Textil auf Pinterest gestartet sind und was die ersten Takeaways waren, dann hör Dir am besten direkt die erste Podcast-Folge mit Yvonne an. Wenn Du Dein Pinterest-Profil schon vorbereitet und die ersten Kampagnen-Setup gebaut hast, dann haben wir in diesem Artikel 5 Hacks, um Dein Black Friday- und Weihnachtsgeschäft mit Pinterest Ads nach vorne zu bringen. Und am Ende wartet noch eine kleine Überraschung für Dich. 

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1. Spezifische Inhalte für verschiedene Personas

Pinterest Ads hat sechs verschiedene Weihnachts-Typen festgelegt, die über unterschiedliches Keyword-Targeting angesprochen werden. Kreiere also jeweils Pins genau für diese Typen.

  1. Der Planer
  2. Der Traditionelle 
  3. Der, der sich selbst beschenkt
  4. Der Neuling unter den Gastgeber*innen
  5. Der mit Fokus auf Sicherheit und Versand 
  6. Der Partyplaner

Das sind natürlich nur “Arbeitstitel” für unterschiedliche Verhaltensweisen von Menschen – das bedeutet: Du musst Dir als erstes überlegen: Welche Weihnachts-Typen sind in meiner Zielgruppe vertreten? Und nach welchen Inhalten würden sie suchen? Der Traditionelle wird sicherlich nach traditioneller Dekoration suchen oder nach besonders schönen Geschenkverpackungen. Der mit Fokus auf den Versand wird eher nach praktischen Versandinspirationen suchen.

 

2. Contentgestaltung der Pinterest Ads

Inspiration – so könnte man die Hauptintention eines Pinterest-Users beschreiben. Daher wird die Plattform auch gerne als “visuelle Suchmaschine” bezeichnet. Und eben weil der Fokus auf Pinterest so stark auf den Creatives liegt, ist es hier ganz besonders “Testen, testen, testen” angesagt, denn jede Zielgruppe funktioniert anders und lässt sich von anderen Creatives überzeugen. 

Yvonnes Motto zum Thema Content: Sei relevant, sei schön, mach nicht zu viel. Hierfür legen wir euch gerne wieder eines unserer Lieblingstools, Canva, ans Herz. Man kann in Teams arbeiten, die richtigen Formate für die Dateien liegen bereits in der Bibliothek des Tools vor und es gibt einen wunderbaren Vorlagen-Bereich, aus denen Du wählen und adaptieren kannst. Logos lassen sich über Drag & Drop ganz einfach hinzufügen, Du kannst Deine eigenen Templates bauen… Wir sind Fans! Mit Deinen Templates kannst Du dann spielen. Du solltest aber einen Wiedererkennungswert schaffen. Dann ein stimmungsvolles Bild verwenden, Text Overlay, prägnanter CTA – fertig ist Dein Creative für Pinterest. Ein super Feature ist die Kooperation von Canva und Pinterest, durch die Du einfach aus Canva heraus Pins erstellen kannst. 

In der Vergangenheit wurden bei Pinterest fast ausschließlich statische Bilder verwendet. Mittlerweile performen Videos auch sehr stark. Kurze DIY Videos kommen besonders gut an. Beachte hier, dass im Gegensatz zu Facebook, die Musik nicht direkt mit abgespielt wird, also müssen Deine Videos ohne Ton funktionieren. Untertitel sind hilfreich. 

In der Erstansprache, im klassischen Upper Funnel, nutzen Kerbholz & erlich Textil also gerne Bewegtbild Inhalte, die nicht direkt einen klaren Produkt- oder Abverkauf-Fokus verwenden. Im ersten Schritt gehen die Videos auf die Problemstellungen der einzelnen Typen ein. Statt der Uhr als reines Produkt, das gekauft werden soll, sehen die User*innen eine hübsch gedeckte Tafel, auf der irgendwo besagte Uhr zu sehen ist. 

3. Landing Pages

Besonders, wenn Deine Marke viele verschiedene Produkte anbietet, sollten verschiedene Landing Pages gebaut werden und den Kund*innen so eine Guideline geben. Für Dich bedeutet das: Segmentiere bestimmte Produktbereiche, sortiere Deine Weihnachtsprodukte und erstelle beispielsweise eine Landingpage “Geschenkideen für sie / für ihn”, oder “nachhaltige Accessoires”. Klingt alles ein bisschen viel? Wir schauen gerne in unserem Audit über Dein Setup.

Diese Erlebniswelten zeigen den User*innen die einzelnen USPs – statt sie einfach auf die Startseite eines Shops zu lenken und sie so mit einem zu großen Angebot zu überfordern. Einfaches Prinzip: Empfehlungen bauen die Komplexität ab. Die Produkte können durch Landing Pages in einem neuen Kontext inszeniert werden. Die Männeruhr könnte nun als Geschenk von der Partnerin präsentiert werden. Heißer Tipp: Erzähle auf Deiner Landingpage direkt auch die Geschichte des Produktes, die können die Schenkenden beim Überreichen weitergeben. 

Durch die unterschiedlichen Pages kannst Du auch das Design und die Ansprache ändern, die Bestseller-Kommunikation nach vorne bringen und unterschiedliche Preisspannen bedienen. Für den Partner bzw. die Partnerin gibt man wahrscheinlich ein paar Euro mehr aus, als für den Onkel. 

Yvonnes Tipp: Eine Landing Page wird mit mehr als einem Pin beworben. Wenn wir nur von Paid sprechen und Conversion basiert arbeiten, dann sollten pro Anzeigengruppe maximal 3-4 Pins definitiv ausreichen. Sonst kommt der Algorithmus gerne mal durcheinander. Simplification is key! 

 

4. Kampagnen Setup

Auch beim Kampagnen-Setup gilt: Mach’s einfach! Bei Pinterest Ads kannst Du gerne mittlerweile dem Algorithmus vertrauen. Yvonne schwört auf breites Targeting und wählt in einer Conversion Kampagne gerne alle Interessen aus, setzt ein kleines Häkchen bei “Expanded Targeting”  und lässt Pinterest eigenständig aussteuern, wer mit dem Creative angesprochen werden kann. Ein bis zwei Wochen später schaut sie sich in den Kampagnen an, welches Interesse im Targeting am Besten funktioniert und welches gar nicht. Das Targeting, das gut performt, nutzt sie dann speziell und bewirbt diese Zielgruppe mit anderen Creatives. Dieses Verfahren klappt vor allem, wenn die Datenbasis über Deine Zielgruppen noch nicht groß genug ist. Solltest Du gerade erst mit Pinterest gestartet haben, sind die Zielgruppen-Insights nämlich leider noch nicht einsehbar. Das geht erst, wenn Du Interaktion innerhalb Deines Profils verzeichnen kannst.

Darüber hinaus kannst Du Keyword-basierte Anzeigengruppen bauen, um auf bestimmte Themengebiete zu gehen – das Weihnachtsdinner beispielsweise. Auch hier ist Yvonnes Devise: Halte es simple, geh auf Automatic Bidding und verwende Dynamic Stories. Katalog Kampagnen sind erstaunlicherweise auch sehr erfolgreich. Pinterest belohnt übrigens Business Accounts, wenn sie den Produktkatalog hochgeladen haben. Auf der einen Seite mit mehr Reichweite für Deine organischen Pins und auf der Paid Seite kannst Du den Katalog für das dynamische Retargeting nutzen. Dann kannst Du entsprechend die Menschen ansprechen, die bereits mit Deinem Produkt interagiert haben.

Welches Kampagnenziel nehme ich? Yvonne sagt: Conversion, Conversion, Conversion. Wichtig an dieser Stelle ist aber, dass Du mindestens 500.000 Nutzer*innen erreichen musst. Um möglichst breit aufgestellt zu sein, kann man bei Pinterest Ads sogar in einer Anzeigengruppe Interessen und Keywords zusammenführen und in der Aufschlüsselung sehen, welches Keyword oder welches Interesse performt hat. Ein riesengroßer Vorteil gegenüber Facebook, da Du viel mehr über Deine Zielgruppe erfährst! Solltest Du die 500.000 Reichweite mit einer Conversion Kampagne nicht knacken, funktionieren Traffic Kampagnen auch sehr gut. 

 

5. Pinterest Ads für Black Friday bzw. Black Week

Zugegeben, für die großen Black Friday-Kampagnen bist Du jetzt Ende Oktober zu spät dran. Aber Pinterest bietet noch eine Möglichkeit, trotzdem User*innen auf Deine Landing Pages zu lotsen – und vielleicht sogar Abverkäufe zu generieren. 

Im Vorfeld müssen für das Retargeting möglichst viele Daten gesammelt werden. Also “Vollgas geben, Funnel vollladen”. Niemand kauft am Black Friday/Weekend etc. bei Dir ein, wenn er/sie Deine Marke nicht kennt. Du musst Deine potenziellen Käufer*innen “anwärmen”, dann haben sie Lust von eventuellen Rabatten zu profitieren oder andere Gimmicks zu kassieren. Eine tolle Methode für den Black Friday ist zudem, sich selbst treu zu bleiben. Kerbholz & erlich Textil werben in eine andere Richtung als die meisten. Statt in dem Konsumrausch mitzumachen, betonen sie weiterhin eine große Brand-Philosophie: Die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. So wird vielleicht bei jedem Kauf am Black Weekend ein bestimmter Betrag für Umweltschutz-Projekte gespendet oder nachhaltiges Geschenkpapier mitgeliefert. Die Position als “Anti-Pol” zur Rabattschlacht kommt gut bei den Kund*innen an.

Wie Du Deine Kampagnen im nächsten Jahr für die verrückteste Marketing-Woche vorbereitest, erfährst Du hier

pinterest ads

6. Zusätzlich zu Pinterest Ads: Organische Reichweite

Ein sechster Hack – in der Überschrift standen doch nur fünf? Überraschung, organische Hacks gibt es noch obendrauf!

Wenn Du neben Deinen paid Maßnahmen zusätzlich noch organisch vorgehen möchtest, solltest Du unbedingt Tailwind verwenden. Dieses Tool kostet nicht viel, erspart Dir aber durch die Automatisierung sehr viel Zeit. Es gibt Dir zum Beispiel vor, wann die “Pinner” in Deiner Zielgruppe aktiv sind, zu welcher Uhrzeit gepostet werden sollte oder arbeitet mit Gruppenboards, in die Du Deine Pins setzen kannst, um sie weiter zu verbreiten. Eine Chrome Extension ist auch verfügbar! 

Übrigens: Das Pinnen fremder Pins ist super, um zu testen, für welche Inhalte sich die Pinterest User*innen interessieren und wie die Reichweite der einzelnen Pins ist. Denn ab dem Zeitpunkt des Re-Pins siehst Du in Deinen eigenen Analytics die Performance des Pins. 

Organischer Erfolg? Dauert – wie wir das von Suchmaschinen-basierten Maßnahmen gewohnt sind – ein wenig länger, ist aber möglich! Pinterest boostet zum Glück auch neuen Content. Yvonnes Tipp: “Poste maximal zweimal am Tag, hauptsache Deine Pins sind relevant und inspirativ. So brauchst Du pro Woche nur maximal 1-2 Stunden für Pinterest.” Und das lohnt sich. 

 

 

Yvonne Iwainski, unsere Expertin

Mit einem Bachelor in Media Management im Gepäck, ist Yvonne nach einigen Stationen in den Bereichen Event, Lifestyle und FMCG im Jahr 2019 bei erlich textil & KERBHOLZ angekommen. Hier verantwortet sie das Paid Social Advertising in den Bereichen: Pinterest, Facebook und Instagram.

 

Hier geht’s zur Folge:

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