Nerds Podcast – Social Advertising: Selber machen oder machen lassen?

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Die Community fragt, die Nerds antworten. Social Advertising: Lieber inhouse oder Betreuung durch eine Agentur? Jan und Alexander geben ihre Learnings weiter und stellen sechs Faktoren vor, die für deine Entscheidung essentiell sind. 

Wie viel Zeit muss eingerechnet werden? Welche Erfahrungen hast du schon? Mit was für einem Budget musst du rechnen? Hör’ rein für ehrliches Nerdwissen und Best Practices. 

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Die Themen dieser Folge im Überblick

  • 3 Min. Klare Zielsetzung
  • 7 Min. Anforderungen inhouse
  • 10 Min. Faktor: Zeit
  • 19 Min. Faktor: Ausgangslage & Erfahrungen
  • 21 Min. Faktor: Budget
  • 25 Min. Faktor: Skills
  • 26 Min. Faktor: Saisonalität
  • 29. Min. Faktor: Ambitionen
  • 33 Min. 3 Use Cases
  • 37 Min. Resonanz & Instagram Live 

 

Unsere 3 Key-Takeaways

  • Stecke deine Zielsetzung ganz genau ab.
  • Zeitmangel ist die häufigste Ursache, wieso Anstrengungen über den Channel nicht erfolgreich sind.
  • Unter 5.000€ Mediabudget pro Monat lohnt sich eine Agentur-Beauftragung in den allermeisten Fällen nicht. Bilde dich lieber über Seminare, Workshops etc. selber weiter und starte deine Kampagnen inhouse. 

 

Was erwartet dich in dieser Folge?

Es kommt darauf an! Das ist die unzufriedenstellende Antwort auf die Frage, wann man eine Agentur beauftragen sollte oder ein/en inhouse Verantwortlichen/Team für Social Advertising einstellen bzw. ausbilden sollte. Doch die folgenden Faktoren machen’s dir einfacher. 

Da wir Nerds in der Position sind, im Arbeitsalltag für unsere Kunden sowohl die Konzeption und Durchführung ihrer Kampagnen zu übernehmen, als auch Schulungen für den Aufbau von inhouse Crews durchzuführen, können wir Erfahrungen aus beiden Seiten mit dir teilen. 

Der Start. Du ahnst es schon: Hab eine ganz klare Zielsetzung, anders funktioniert gar nichts. Versuche zu beantworten, wieso du dich mit Advertising beschäftigst. “Willst du die Weltherrschaft oder bist du mit einfachen Zielen glücklich?”, fragt Alexander. Stelle sicher, dass du Zugang zu allen Zahlen hast, damit du deinen Kanal beurteilen kannst. Sollte die Möglichkeit bestehen, dass dieser ein relevanter Baustein wird, dann beschaffe dir das nötige Wissen.  

 

Inhouse Anforderungen

Ganz wichtig, solltest du auf inhouse setzen: Wenn du ein gewisses Niveau erreichen möchtest, dann ist das aufwendig. Die Plattformen ändern sich ständig, du musst also viel operativ testen, dich weiterbilden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Erster Fehler wäre, deinen SEA Menschen auch mit Facebook Advertising zu betreuen – “das geht in die Hose”, so Jan.

Allerdings spricht nichts dagegen, sich die Learnings selbst zu holen – wenn du einfache Ziele abgesteckt hast. Traffic Generierung zum Beispiel. Hier ist das Risiko vergleichsweise gering. Über Coachings, Seminare, freie Quellen etc. gelangst du an das nötige Know-How. 

Bevor wir in die entscheidenden Faktoren einsteigen, die eine Entscheidung einfacher machen können, gibt’s noch eine Sache. Nur für den Fall, dass du Bedenken hast, jemand würde ganz kurz und oberflächlich auf deine Zahlen und Konten schauen: Im Idealfall ist die Agentur ein langfristiger Partner, der auch für die kontinuierliche Wissensweitergabe zuständig ist.

 

Zeit & Erfahrungen im Social Advertising

Ab ins Detail. Faktor eins: Zeit. “Am Rande” die Kanäle richtig zu betreuen funktioniert nicht. Und hier geht es nicht bloß um die Kampagnenkonzeptionszeit, sondern auch um die Optimierungs- und Testing-Zeit. Du musst immer wieder Konzepte hinterfragen, dein Set Up überdenken, handeln und Dinge schnell ändern können. Die Pflege ist sehr arbeitsintensiv. Und immer wieder testen, testen, testen. Tatsächlich ist der Mangel an Zeit die häufigste Ursache, wieso alle Anstrengungen über den Channel nicht erfolgreich sind. 

Faktor 2: Deine bisherigen Erfahrungen im Advertising. Stehst du bei 0 oder hast du bereits Kampagnen geschaltet? Oder arbeitest du nur mit SEA? 

Jan und Alexander geben hier die Rule of Thumb, dass wenn du ohne Vorwissen Überlegungen zu Measurement, Attribution, Naming Conventions etc. machen musst, dann geht ziemlich sicher etwas schief. An dieser Stelle wäre ganz klar: Hole dir am Anfang für Konzeption und Set Up jemanden externes, der Erfahrung hat. 

 

Budget für Social Advertising & Skills

Mit dem nächsten Stichwort machen wir wohl ein riesiges Fass auf. Thema Budget. Kontrovers diskutiert, macht es einen großen Faktor aus. Verfügst du über genug? Und was meint “genug”? Als grobe Orientierung bieten Jan & Alexander die 5.000€ (Mediabudget pro Monat) Grenze. Solltest du kein Produkt haben, das unfassbare Margen hat, wäre das der Wert. Darüber: Agentur. Darunter: Selber machen. 

Ein Beispiel für den Start eines E-Commerce Business wäre, dass man 3.000-5.000€ in die Hand nimmt und dies ins Testing steckt. So hat man eine direkt messbare Conversion im Shop. Da an dieser Stelle die Zahlen gerne fehlinterpretiert werden, kannst du in unserem Beitrag Social Advertising Kennzahlen: Die richtige Interpretation! hören, wie du dies umgehst. Zu dem Thema gibt’s zudem eine spannende Podcast Folge mit Daniel Stauber – Warum du nicht (mehr) ins Ads Reporting schauen solltest.

Skills? Vorhanden? Wenn du bzw. dein Team sehr stark im Bereich Analyse, Kennzahlen, Business Intelligence und Measurement bist/ ist, dann ist das eine sehr gute Voraussetzung, um das Advertising selbst durchzuführen. Das kann zwar auch eine Agentur leisten, keine Frage, doch ist diese nie so tief in der Materie deines Unternehmens wie dein Team. 

 

Saisonalität & Ambitionen

Nächster Faktor von Jan & Alexander ist die Saisonalität deines Geschäftes. Verzeichnest du extreme Peaks übers Jahr? Vielleicht wäre dann die Option, unterjährig das Social Advertising selbst zu übernehmen, aber sobald das Volumen steigt und der Aufwand zu hoch ist, als externe Unterstützung eine Agentur zu beauftragen. Das kann man quasi als Projektarbeit bezeichnen. Die neutrale Sicht kommt von außen, während du und dich auf das Tagesgeschäft konzentrieren kannst.

Next one. Ambitionen. Diese können selbst gesetzt oder vorgegeben sein. Abhängig davon, wie hoch das Ziel ist und wo du gerade stehst, ist die Entscheidung, ob du externe Partner dazu holst. Hier musst du ehrlich zu dir sein. Häufig werden Ambitionen von “internen unüberwindbaren Hürden” ausgebremst. Experten aus einer Agentur können dem oft gehörten “das ist nicht möglich” trotzen – durch eine andere Perspektive. Sie können in viele Accounts schauen, können mehr ausprobieren, kennen mehr Marktwerte, betreiben teilweise Benchmarketing und haben somit andere Best Practises Verständnisse. 

 

Drei Use Cases

Es gibt demnach drei Use Cases:

1. Inhouse

2. Externe, punktuelle Unterstützung

3. Steuerung von innen, Abwicklung & Konzeptionelle Arbeit wird ausgelagert. 

“Ihr wollt hart skalieren, seid nicht auf der Facebook-Gott-Ebene und habt kein wöchentliches Dinner mit Zuckerberg? Dann würde ich sagen: Überlegt euch ernsthaft, ob es sich nicht lohnt, jemanden dazuzuholen, der euch mindestens anschiebt”, so Alexander. 

Anschließend findest du eine Liste, die dir im Prozess weiterhelfen kann. 

Wir freuen uns wirklich sehr über Resonanz, über LinkedIn, Facebook oder per Brieftaube. Wenn dir etwas unklar erscheint oder du mehr wissen magst, dann schick uns gerne deine Fragen. 

 

 

Fragen
1) Zielstellung: Was willst du erreichen?
  • Soll und kann Social Advertising ein relevanter Baustein deines Geschäftsmodells sein?
  • Verfolgst du eher “einfache” Ziele wie Trafficgenerierung?
  • Willst du nur mal testen, was möglich ist?
  • Hast du es bisher selbst gemacht und die Ergebnisse waren nicht gut genug?
2) Zeitfaktor
  • Wie viel Zeit steht dir oder deinem Team zur Verfügung, um sich in das Thema einzuarbeiten, weiterzubilden und die Kampagnen einzurichten und zu betreuen?
  • Je unerfahrener, desto mehr Zeit kostet es
3) Ausgangslage
  • Hast du bereits Erfahrung?
  • Laufen bereits Kampagnen?
  • Verfügst du über Budget?
4) Saisonalität
  • Unterliegt dein Geschäft starken saisonalen Schwankungen?
5) Skalierung
  • Mit welchem Budget gehst du monatlich um?
  • Wie viel Umsatz kannst und willst du generieren?
  • In welchem Zeitraum willst du skalieren?
  • Wie weit bist du von deinem Ziel entfernt

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