LinkedIn Marketing

Wie relevant LinkedIn Marketing innerhalb der letzten Jahre geworden ist, wurde uns nicht zuletzt während unseres ersten LinkedIn Marketing Day bewusst. Im April 2021 haben wir dieses Format für LinkedIn-EinsteigerInnen und ExpertInnen zum ersten – aber sicher nicht zum letzten – Mal durchgeführt. Einen Tag lang ging es nur um die Plattform und ihre Möglichkeiten.

Und dabei haben wir uns an diesem Tag nur auf die Paid-Möglichkeiten konzentriert. Alles außerhalb des LinkedIn Campaign Managers wäre Stoff für einen zweiten Konferenztag.

Nicht nur die knapp 150 Teilnehmer des digitalen Events haben uns bestätigt, dass LinkedIn Marketing ein Thema ist, dass in Zukunft ebenso wichtig wird, wie Facebook Advertising. Zumindest für Unternehmen aus dem B2B und SaaS-Bereich. Besonders seit es in 2020 und 2021 coronabedingt schier unmöglich wurde, Leads – also Kontakte – über bisher gängige Vertriebswege, wie zum Beispiel Messen, zu generieren.

Für noch mehr Wissen rund um das Thema LinkedIn Ads: Hier geht’s zu unserem LinkedIn Ads FAQ.

Linkedin Marketing Day

Auf der Suche nach einer Alternative stürzen sich Unternehmen jetzt verstärkt auf Business Netzwerke wie LinkedIn und XING – immer auf der Suche nach der besten Quelle für Leads. Aber, wie das nunmal oft so ist, wo exponentiell Wachstum & Nutzung stattfinden, da fehlt es oft noch an guten Cases und auch an Expertise.

Deswegen bist Du bei uns genau richtig. Denn als eine von wenigen Agenturen in Deutschland begleiten wir als Nerds bereits viele Unternehmen aus den Bereichen B2B und SaaS bei ihren Marketing-Maßnahmen und Kampagnen auf LinkedIn. Um dir einen guten Überblick zu geben, was auf der Plattform so geht und welche Möglichkeiten sich paid und organic für Unternehmen bieten, haben wir für dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Wirkungsvoll, aber nicht ohne Strategie: Organische Maßnahmen auf LinkedIn

  • LinkedIn Company Page

Die Company Page ist die digitale Visitenkarte für Dein Unternehmen. Hier hast Du, wie auf Facebook, die Möglichkeit eine Präsenz für Dein Unternehmen zu erstellen. Nerd-Tipp: Mache Dir am besten direkt die Arbeit alle Informationen über Dein Unternehmen bereitzustellen und fülle das Profil komplett aus. Denn je vollständiger das Unternehmensprofil, desto besser das Ranking in Google und LinkedIn. Bis zu 30% mehr Views soll eine gut gefüllte Company Page bekommen.Über deine Company Page kannst Du anschließend, wie wir das von anderen sozialen Netzwerken kennen, Company Updates posten. Hier hast Du mittlerweile dieselben Möglichkeiten, wie auf Facebook beispielsweise auch. Bedeutet: Du kannst Text + Bild oder Video posten, Umfragen erstellen, einen Artikel schreiben oder ein Jobangebot direkt von deiner Company Page aus teilen.Wichtig zu wissen: Linkedin schränkt die organische Reichweite für Postings von Company Pages enorm ein. Private Profile werden auf LinkedIn immer deutlich schneller mehr Reichweite erzielen können, als eine Company Page. Daher ist es wichtig, dass Du dir nicht nur Gedanken über einen gut strukturierten Redaktionsplan mit relevanten Themen für deine Zielgruppe machst, sondern auch darum bemühst, eine aktive Community aufzubauen, damit Du möglichst viel Interaktion auf deine Updates bekommst.

 

  • Exkurs: LinkedIn Fokusseiten

LinkedIn Fokusseiten sind quasi Erweiterungen von Unternehmensseiten. Bedeutet: Hat ein Unternehmen verschiedene Marken / Unternehmensgesellschaften unter einem Dach geordnet, wäre es möglich der Company Page des Unternehmens für die Marken einzelne Fokusseiten zuzuordnen. So kann die Zielgruppe auf einen Blick sehen, welche Services / Produkte / Marken einem Unternehmen zugeordnet sind. In der Außenwirkung unterscheidet sich eine Fokusseite nicht von von einer Company Page. Warum erstellt man dann nicht direkt eine weitere Company Page für das Produkt / eine Unternehmensgesellschaft?

Weil man eine Fokusseite direkt einer Company Page – quasi im Parent-Child-Prinzip, das wir von Facebook kennen, zuordnen kann. Fokusseiten machen zum Beispiel dann Sinn, wenn Dein Produkt bekannter ist, als die Dachmarke deines Unternehmens und deswegen besonders hervorgestellt wird. Du hast so die Möglichkeit, über die Fokusseite eine Community für Dein Produkt / die Unternehmensgesellschaft zu erstellen und hier eine gesonderte Zielgruppe aufzubauen.

Das ist vor allem deswegen wichtig, weil – wie oben erwähnt – die organische Reichweite für Company Pages sehr stark eingeschränkt wird. Arbeitest Du für verschiedene Produkte mit einzelnen Fokusseiten hast Du die Möglichkeiten, Follower*innen sehr viel granularer und spezifischer zu sammeln und auf diese Weise über mehrere Seiten eine stärkere Durchdringung innerhalb einer / mehrerer Zielgruppen zu erzielen. Oder vielleicht ist Dein Unternehmen Host eines Events – das kann dann auch sehr gut über eine Fokusseite kontinuierlich beworben werden. Genau wie bei der Company Page auch, können Administratoren bei Fokusseiten auch auf Analysen zugreifen, Updates sponsern oder mit Followern interagieren.

 

  • Company Updates

Die oben bereits angesprochenen Updates sind Postings, die Du über deine Company Page und die Fokusseiten absetzen kannst. Du hast die Möglichkeit Bilder zu posten, Videos zu veröffentlichen, Umfragen zu starten oder Jobangebote zu teilen. Wenn Du verifiziert bist, kannst Du auch Live-Videos senden.

  • Mehr Reichweite durch Mitarbeiteraktivierung und private Netzwerke

Ein Weg, um die eingeschränkte Reichweite von Company Pages zu umgehen oder zu ergänzen, ist die Aktivierung von Mitarbeiter*innen in Deinem Unternehmen. Bedeutet: Je mehr Mitarbeiter*innen Inhalte Deiner Firma über ihr eigenes Profil teilen, desto mehr Reichweite sammelst Du durch diese Netzwerke. Da nicht alle Mitarbeiter*innen immer schon auf LinkedIn aktiv sind und / oder ein eigenes Profil haben, bietet es sich hier an, dass Du deinen Kolleg*innen / Mitarbeiter*innen Schulungen anbietest, in denen Du die Plattform erklärst. Hierbei unterstützen wir dich auch gerne – zum Beispiel in Form eines Workshops.

 

  • LinkedIn Gruppen – stille und heimliche Goldgruben

Wir kennen sie von Facebook oder auch von XING: die Nutzer-Gruppen. Bei LinkedIn sind diese eine richtige Goldgrube. Denn Nutzer*innen auf LinkedIn vernetzen sich immer auf Grundlage von beruflichen Interessen und suchen aktiv den Austausch. Das bedeutet für Dich und Dein Produkt: Sei aktiv in Gruppen, die thematisch zu Deinem Produkt / Unternehmen passen, um Dein eigenes Netzwerk zu vergrößern und die Reichweite für dein Unternehmen / Produkt zu erhöhen.

 

  • Website Demographics – Wer besucht deine Website?

Die Website Dempgraphics sind wohl eines der spannendsten Tools, die LinkedIn vollkommen kostenfrei anbietet. Über die Website Demographics kannst Du analysieren, welche Firmen oder Nutzer*innen Deine Website besuchen. Dafür muss der Insight Tag, also der Tracking Pixel von LinkedIn, auf Deiner Website installiert sein. Danach kannst Du folgende Informationen über deine Website-Besucher*innen abrufen:

 

Awareness steigern, Pipeline füllen, Business skalieren – LinkedIn Ads in a nutshell

Bevor Du weiterliest und mit LinkedIn Ads durchstarten willst: Hast Du die Company Page Deines Unternehmens schon komplett befüllt und ist sie aktuell? Wenn nein – dann ist das eine Hausaufgabe, die Du zuerst erfüllen solltest, bevor Du mit Ads startest.

Hast Du Deine organischen Aufgaben erledigt, steht Dir die große weite Welt des LinkedIn Advertising offen.

  • Der LinkedIn Campaign Manager

Der LinkedIn Campaign Manager ist quasi der Werbeanzeigenmanager von LinkedIn. Erstellen kannst Du ihn zunächst kostenfrei, der reine Zugang kostet Dich kein Geld. Über den LinkedIn Campaign Manager hast Du Zugriff auf LinkedIn Kampagnen, den Insight Tag oder die Website Demographics. Letztere kannst Du übrigens auch nutzen, wenn Du keine Ads schaltest. Dafür musst Du nur den Insight Tag – also den Facebook Pixel von LinkedIn – auf Deiner Website integrieren. Dann kannst Du auf Basis von Custom Audiences Informationen über die Besucher*innen Deiner Website / Landinpages sammeln.

 

  • LinkedIn Ad Formate im Überblick
    Folgende Ad Formate gibt es bei LinkedIn aktuell zur Verfügung:
Sponsored Content

Diese Anzeige kann in 3 unterschiedlichen Formen platziert werden:

  • Single Image Ad (Einzelbild-Anzeige)
  • Carousel Ad (Anzeige mit mind. 2 oder mehr Bildern)
  • Video Ad (Integration eines Videos in den Newsfeed)
Sponsored Messaging

„Sponsored Messaging“-Formate stehen aktuell zur Verfügung:

  • Message Ads
  • Conversion Ads
Text Ads
    Dynamic Ads

    3 Anzeigenformate sind derzeit buchbar:

    • Follower Ads
    • Spotlight Ads
    • Content Ads

     

    • LinkedIn Insight Tag

    Wie bereits oben erwähnt ist der LinkedIn Insight Tag der Trackingpixel von LinkedIn. Wie bei Facebook auch wird der Insight Tag als JavaScript Code auf Deiner Website installiert und misst dann die Performance Deiner Ads. Über den LinkedIn Insight Tag kannst Du beispielsweise in Verbindung mit einer Custom Conversion innerhalb deiner Kampagnen sehen, ob ein*e Nutzer*in eine bestimmte Handlung auf der Website durchgeführt hat. Ob er*sie beispielsweise ein Whitepaper heruntergeladen oder sich für ein Webinar angemeldet hat. Der LinkedIn Insight Tag liefert dir außerdem spannende Informationen über deine Website-Besucher*innen. Mehr dazu liest Du in diesem Beitrag.

     

    • Zielgruppen und Targeting – was geht auf LinkedIn?

    Ebenso wie XING ist LikedIn auch ein Business-Netzwerk. Das bedeutet, alle Targeting-Möglichkeiten beziehen sich auf den Business-Kontext der Nutzer*innen. Also Arbeitsort, Arbeitgeber*in, Jobtitel, Berufserfahrung in Jahren und die Interessen der Nutzer*innen basierend auf Interaktionen oder Zugehörigkeit zu Gruppen. 

    Gleichzeitig kann das Targeting auf LinkedIn auch auf Unternehmensebene erfolgen. Beispielsweise Unternehmensgröße, Standort, Mitarbeiterzahl etc. Im LinkedIn Targeting Guide beschreibt LinkedIn die Funktionsweise des Targeting sehr detailliert. Grob werden also folgende Felder abgedeckt:

     

      • Thema 1: Erfahrung
      • Thema 2: Unternehmen
      • Thema 3: Ausbildung
      • Thema 4: Interessen
      • Thema 5: Identität

    Neben dem Interessentargeting gibt es außerdem die Möglichkeit, Matched Audiences und Lookalike Audiences zu erstellen. 

    • Matched Audiences

    Matched Audiences auf LinkedIn sind äquivalent zu den Custom Audiences von Facebook – also Audiences, die auf Basis eigener Daten erstellt werden. Beispielsweise Audiences auf Basis von Nutzer*innen Deiner Website. Oder auch auf Basis einer Kund*innen- oder Unternehmensliste, die Du aus Deinem CRM exportiert hast und dann auf LinkedIn hochladen kannst. Besonders spannend sind in diesem Kontext die Matched Audiences auf Basis von Video Views, Company Page Followern oder Nutzer*innen, die mit LinkedIn Lead Gen Forms interagiert haben, denn so kannst Du Nutzer effektiv imRetargeting wieder ansprechen.

    its a match!