Instagram Filter erstellen

Lustige Sommersprossen im Gesicht, blaue Haare und endlich herausgefunden, welcher Pizza-Typ Du bist? Dann steckst Du auch in der Instagram Filter-Welt. Die Effekte sind super beliebt und in allen erdenklichen Variationen möglich. Seit knapp einem Jahr haben alle Nutzer*innen der App die Möglichkeit eigene Filter für Instagram und Facebook zu kreieren. Wie das funktioniert? Erfährst Du hier. 

Die Öffnung der Plattform war ein cleverer Schachzug. Die User*innen lieben die verspielten, lustigen oder (vermeintlich) verschönernden Filter und produzieren viel mehr Content, seit es möglich ist, eigene Filter zu erstellen. Manche Effekte gehen viral und animieren viele Leute, selbst aktiver auf Instagram zu werden. Und nicht nur da, die Anwendungen laufen über alle Produkte von Facebook hinweg. 

Wir Social Marketing Nerds haben zu Instagram Filtern auch eine spannende Podcast Folge aufgenommen, hör mal rein!

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Die Filter, bzw. der AR (Augmented Reality) Bereich, war zu Beginn ganz anders gedacht worden. Statt Facetattoos oder Papageien auf der Schulter, war die tatsächliche Funktion eigentlich “größer” in der Idee. Größer ist aber relativ, denn manche Filter werden überall auf der Welt genutzt. Ein Beispiel ist “Moody Up” von der Influencerin carmushka. Dieses sogenannte „Preset“ – eine bestimmte Voreinstellungen von Farben, die das Bild kühler, wärmer, bunter oder schwarz-weiß machen, begeistert die Leute und gehört mittlerweile zum täglichen Setup seeeehr vieler Nutzer*innen.

Die Verwendung ist ganz einfach: Als Nutzer*in speichert man sich diesen Effekt einfach im eigenen Instagram Account ab und kann dann eigene Bilder im selben Farb-Stil erstellen. Drei Milliarden Mal wurde “Moody Up” innerhalb des ersten Monats nach Veröffentlichung verwendet. Filter sind also ein gut geeignetes Tool, um große organische Reichweite zu generieren. Wenn, dann darüber. Dazu gibt’s einen sehr interessanten OMR Blogartikel zu, den findest Du hier

Wenn Du jetzt angefixt bist und selbst einen Filter erstellen möchtest, brauchst Du zunächst das kostenfreie Programm “Spark AR Studio” von Facebook. Das kannst Du einfach herunterladen und installieren. Dort findest Du mehrere Menüleisten, wobei die linke Spalte Dein Hauptarbeitsbereich sein wird. Wie in allen Programmen musst Du Dich erst etwas orientieren, aber dann geht die Reise zum eigenen Filter ganz schnell. Du musst weder Coder*in noch Grafiker*in sein – schaue Dir zusätzlich zu diesem Artikel ein paar Tutorials auf Youtube an. Wir verlinken am Ende des Beitrags hilfreiche Videos. Eine gute technische Schritt-für-Schritt Anleitung findest Du zum Beispiel hier

Es gibt im Spark AR Studio eine Bibliothek, auf die Du zugreifen kannst; die Kamera kann Dein Gesicht erkennen; das Licht kann beeinflusst und einzelne Gesichtspartien können bearbeitet werden; Make Up oder Gesichtsmasken werden aufgetragen, der Hintergrund verändert sich… Das Programm bietet super viele verschiedene 2D und 3D Anwendungen. Ganz grob unterscheidet man zwischen den Facemash-Filtern und den Mood-Filtern

 

Instagram Filter: Spielerei oder Marketinginstrument?

Instagram Filter sind ein effektives Tool, um Deine Reichweite und Brand Awareness zu steigern. Was auf den ersten Blick aussieht wie Spielerei kann also auch ein Marketinginstrument sein? Auf jeden Fall! Ein Beispiel im organischen Bereich ist ein grafisch sehr einfacher 2D Instagram Filter von Dr. Oetker. Sehr spielerisch können die Nutzer*innen mit einer Rotation herausfinden, welcher Pizzatyp sie sind. In der Fachsprache nennt man das „Pad Traffic Rotation“. So entsteht definitiv mehr Interaktion mit Deinem Profil – das ist zum Beispiel super, um eine Custom Audience mit Usern aufzubauen, die an Deiner Brand interessiert sind.

 

Bisher sind die Filter zum größten Teil in der Story verfügbar. Im Feed sieht man allerdings wenig Beispiele für Filteranwendungen im Paid Bereich. Facebook erwähnt immer wieder dieselben Anwendungsfälle, beispielsweise den der Marke Michael Kors. Hier ermöglicht eine 3D Anzeige die “Anprobe” von Brillen. Daraufhin sollen natürlich auch Conversions – also Käufe – erzielt werden. Die Brand NAS Cosmetics ist hauptsächlich auf Instagram unterwegs – hier kann man über die Filter Lippenstifte “ausprobieren” und schauen, welche Farbe zu welchem Hauttyp passt. Dazu gibt es die Möglichkeit, ein Foto aufzunehmen, welches an Freund*innen geschickt werden kann. So wird die Customer Journey super emotionalisiert und personalisiert. Die Filter können nach der Freigabe entweder auf Facebook oder Instagram platziert – oder eben direkt als Facebook Ads genutzt werden. 

Das kannst Du beispielsweise auf Anzeigenebene auswählen, für eine sogenannte Instant Experience. Facebooks Instant Experiences, früher bekannt als Canvas, werden sofort geladen, sind für den mobilen Einsatz optimiert und so konzipiert, dass sie die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen. Ein Soforterlebnis.

Auch für Traffic Kampagnen können Instagram Filter nützlich sein und eine einzigartige AR (Augmented Reality) Erfahrung liefern. Darunter versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Das spricht theoretisch alle menschlichen Sinne an, aber häufig wird unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden. Besonders natürlich im Social Bereich. Bildern oder Videos können mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung erweitert werden.

Generell klappt die Einbindung von Instagram Filtern für alle Kampagnenziele. Aktuell gibt es noch keine große Möglichkeit, tatsächlich Conversions damit anzutreiben, sondern die User*innen werden eher Richtung Website geschickt. 

In unserem Audit können wir Dir sagen, wie gut Dein Advertising Setup wirklich ist und Dir bei der Integration von Instagram Filtern helfen. Wir gehen dafür tief ins Detail, mit praktischen Handlungsempfehlungen.

 

Anwendungsbeispiele und Content-Inspirationen für Q4

Du bist der Meinung, dass Instagram Filter genau das richtige Ding für Deine Brand sind? Dann starte direkt! 2020 hat noch einige Marketinghighlights zu bieten, die Du mitnehmen kannst. Wenn Nutzer*innen Deine Filter anwenden, wird User Generated Content geschaffen – das ist Gold wert. Es entsteht eine Verzahnung von Influencer- und Performance Marketing, bei der viele spannende Möglichkeiten entstehen. Wenn Du mehr zu UGC erfahren möchtest, hör dir hier unsere Podcast Folge mit Florian Litterst an: „5 Hebel für Creatives, mit denen du mehr aus deinem Funnel herausholst“. 

Herbst & Thanksgiving: Die Bäume sind gelb, rot, rostbraun und ockerfarben, der Himmel blau. Der wunderbare goldene Herbst! Und wenn das nicht der Fall sein sollte, kannst Du Dir einfach einen passenden Filter erstellen, der alles hübscher macht, die Blätter fallen lässt, eine Tasse Tee in die Hand zaubert oder Thanksgiving zelebriert. Ist alles möglich.

 

Karneval: Karneval pausiert diese Session – als Kölner Unternehmen haben auch wir ein Tränchen verdrücken müssen. Aber zum Glück gibt es ja Instagram Filter – mit denen man sich für jeden Anlass eine Maskerade ins Gesicht zaubern kann. Oder Du findest heraus, wie Du dich zu Hause verkleiden kannst.

 

Black Friday: Zugegeben, für die großen Black Friday-Kampagnen bist du zu spät dran. Aber Instagram Filter bieten eine top Möglichkeit, trotzdem User*innen auf Deinen Account zu lotsen – und vielleicht sogar Abverkäufe zu generieren? Beispielsweise das Gesicht des Nutzers bzw. der Nutzerin auf einer übergroßen Anzeige im Trubel einer Großstadt, „Black Friday-Mood“ und „Sale“ als Facetattoo, „How much are you gonna spend/save?“ oder „Welches Produkt solltest Du Dir dieses Jahr gönnen?“ lassen sich durch die Filter realisieren. So kannst Du Aufmerksamkeit für Deine Marke / Dein Unternehmen schaffen und Hinweise auf Deine Black Friday Angebote geben. Wie Du Deine Kampagnen im nächsten Jahr für die verrückteste Marketing-Woche vorbereitest, erfährst du hier.

 

Weihnachten: Ja, leider gibt’s auch keine Weihnachtsmärkte dieses Jahr. Was richtig ist, um sich und andere zu schützen kann trotzdem ein wenig traurig machen. Tröste die Instagram Nutzer*innen mit besinnlichen Filtern über die kalte Jahreszeit hinweg. Gerade beim Thema Weihnachten kannst Du dich total austoben. Ob Content zu Glühwein, Rentieren, Lebkuchen & Spekulatius, Weihnachtsmann oder Weihnachtsbaum(kugeln), Christkind, Lichterketten, Schneeflocken, Geschenken,  – die Möglichkeiten sind endlos. Oder binde Hinweise auf Deine Produkte im Filter mit ein – je interaktiver der Filter ist, umso mehr wird er genutzt – und ganz nebenbei verbreitet sich auch Deine Marke und Dein Produkt.

Wenn Du jetzt auch angefixt bist, und das Thema Instagram Filter mal in Angriff nehmen möchtest, dann fehlt an dieser Stelle nur noch die Veröffentlichung Deines Filters. Wie Du den Filter erstellst, das haben wir Dir oben bereits verlinkt. Wie Du ihn jetzt veröffentlichst, das haben wir Dir nochmal in ein paar Schritten zusammengefasst:

 

Veröffentlichung Deines Instagram-Filters

Nachdem Du dich für eine Idee entschieden hast und die technische Umsetzung im Spark AR Studio funktioniert, musst Du Deinen Filter nur noch veröffentlichen. Dafür musst Du Deinen Filter in dem Programm im Hub hochladen und ihn mit einigen Infos versehen.

  • Facebook Login: Logge Dich mit deinem Facebook Account im Spark AR Hub ein. Das findest Du hier.
  • Upload des Effekts: Unter dem Menüpunkt “Manage Effects” im Spark AR Studio findest Du die Funktion „Effekt hochladen“.
  • Placements: Klicke auf „Zielort“, um festzulegen, wo Dein Filter hochgeladen werden soll. Entweder Facebook, Facebook Werbeanzeigen oder Instagram stehen zur Verfügung.
  • Name: Dein Filter braucht einen passenden Namen.
  • Filter Symbol: Du musst Deinem Filter ein Symbol mit auf den Weg geben. Dafür gibt es ein paar Vorgaben. Das Bild muss quadratisch sein, mind. 200×200 bis max. 700×700 groß sein und im JPG oder PNG Format sein. 1 MB ist die maximale Datengröße. 
  • Effektdatei: Die max. Größe für den Effekt beträgt 40 MB. Die Datei sollte jedoch eher klein sein, damit du die ganze Reichweite mit Deinem Effekt ausschöpfen kannst. 
  • Filter entdecken: Hier musst Du eine Kategorie festlegen und ein Demovideo hochladen. Letzteres darf lediglich 15 Sekunden lang sein und muss – unbearbeitet – mit der Instagram Kamera aufgenommen werden. An dieser Stelle beträgt die maximale Dateigröße 32 MB.
  • Die Überprüfung: Das kann eine Weile dauern, auf jeden Fall länger, als bei einer Ad Freigabe. Facebook selbst spricht hier von maximal 5 Tagen. 

Kleine Empfehlung: Teste den Filter vorher auf Deinem Smartphone. Dazu findest Du Im Spark AR Studio auf der linken Seite das “Device Symbol”. Anschließend klickst Du auf “Sent to App”. Du erhältst den Testlink direkt von der App zugeschickt und kannst sogar ein Vorschau Video erstellen. Das brauchst Du später im Upload Prozess sowieso. Und noch ein Tipp: Es gibt eine Facebook Gruppe, die “Spark AR Community”. Da findest Du super viele Creator und eine riesige Menge an Filtern, die durch die Decke gegangen sind – zur Inspiration 

 

So, und nun viel Spaß beim Ausprobieren!