Das war der LinkedIn Marketing Day 2021

von | Event Recaps

“Gut feeling is not scalable” – so lautet mein Nerd-Motto. Was dahinter steckt bedeutet soviel wie: Dein Bauchgefühl ist kein guter Ratgeber – ob etwas funktioniert oder nicht, musst du ausprobieren und belegbar machen! Und so haben wir als Nerds uns vorgenommen: Lass uns doch mal testen, ob wir ein Event nur zum Thema LinkedIn Ads organisieren können – über einen halben Tag und mit Experten, die ihre Insights aus der Praxis mitbringen. Gesagt, getan – was lange geplant war fand am 17. März 2021 seinen Höhepunkt: Der LinkedIn Marketing Day 2021.

Wir blicken in diesem Beitrag auf den Tag zurück und fassen die wichtigsten Inhalte der LinkedIn-Experten hier zusammen.

Für noch mehr Fragen und Antworten rund um das Thema LinkedIn Ads geht’s hier zu unserem LinkedIn Ads FAQ.

10 Dinge, die selbst LinkedIn Profis falsch machen

Obwohl wir als Nerds selbst viele Einblicke in Campaign Manager und Kampagnensetups von Kunden haben, wurde unsererseits auf den Vortrag von Friedhelm – Frido – Rosenow, Client Solutions Manager  DACH bei LinkedIn, stark hingefiebert. Frido unterstützt in seiner Funktion bei LinkedIn Neustartende beim Aufbau großer Werbekonten. Mit seinen 10 Jahren Erfahrung im Performance Marketing hat er so schon vielen Firmen, vor allem im B2B und SaaS-Bereich, dabei geholfen, erfolgreiche Leadgenerierungs-Maßnahmen umzusetzen. Auf seine Insights aus dem Nähkästchen haben wir uns alle sehr gefreut – und wurden nicht enttäuscht.

Frido brachte Best Practices mit – aber auch Beispiele von Ads, die man lieber nicht nachmachen sollte. Mit seiner Erfahrung im B2B und SaaS-Bereich konnte er einen runden Einblick darin geben, was bei der Leadgenerierung besonders wichtig ist – in Bezug auf Botschaften, Zielgruppen, Leadmagneten und das Lead-Management nach den Kampagnen. Ein Must-Hear für jeden Einsteiger im Bereich LinkedIn Ads. Genauso für jeden Profi, der abseits der eigenen Gewohnheiten gerne noch das ein oder andere ausprobieren möchte.

Ein Auszug der Fragen, die nach Fridos Vortrag gestellt wurden:

  • Wenn Kund:innen schon 95% ihrer Journey absolviert haben, wenn mit dem Vertrieb gesprochen wird, macht es Sinn, hier mit ABM zu arbeiten als Remarketing? Oder würdest du sagen, dass ab dem Zeitpunkt, wo der Vertrieb im Spiel ist, LinkedIn-Ads keinen Sinn mehr machen? (abgesehen von Cross-Selling)
    Antwort: Ja das macht durchaus Sinn. Es macht in beiden Phasen Sinn. Im 2. Falle um im Hinterkopf zu bleiben oder nochmal dezidierten Content auszuspielen (sog. „Air-Cover“).
  • Post-Leadgenerierung: Es wird ja immer ein Double Opt-in benötigt, um weiteres Nurturing zu betreiben, wie z.B. Newsletter. Wenn hier nicht die zusätzliche „Tickbox“ geklickt wird, können wir den Lead nicht kontaktieren. Irgendwelche Tipps dazu?
    Antwort: Über Leadgenforms wird in der Praxis hier kein DOI benötigt weil das Mitglied ja bei LinkedIn eingeloggt ist. Der Consent wird über eine Custom Checkbox erteilt, die unterhalb der Felder im Leadgenform eingebaut wird. Über Landingpages ist jedoch ein DOI nötig, weil da ja theoretisch fremde Daten eingegeben werden können.

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Die Jagd nach dem perfekten Targeting – Zielgruppen auf LinkedIn

Michaela Gahbauer und Belinda Weibel vom Team Hutter Consult haben sich mit ihrem Titel “Die Jagd nach dem perfekten Targeting” schon im Vorhinein groß angekündigt. Zu Recht – denn in ihrem Vortrag gab es einen Rundumschlag aller Tipps & Tricks und Funktionen rund um das Thema Targeting bei LinkedIn. Belinda und Michaela sind geübte LinkedIn-Trainerinnen und das merkt man ihnen auch an – keine Targeting-Möglichkeit wurde von den beiden unkommentiert gelassen.

Besonders spannend: Ihre Insights zu bestimmten Features zwischendurch. Beispielsweise: Macht die Zielgruppenerweiterung auf LinkedIn Sinn? Ihre Einschätzung: Bei granularen Zielgruppen ja. Ansonsten eher nicht, denn die Targeting-Einstellungen werden nicht eingehalten. Ein kleines Häkchen, das auch wir in vielen Werbekonten sehen und das oft unbeachtet gelassen wird – dann aber die Zielgruppe stark verwässern kann.

Nach den zwei ersten Power-Vorträgen gab’s für die Teilnehmer eine kurze Pause, um Kopf & Arbeitszimmer zu lüften. Denn natürlich hat der LinkedIn Marketing Day in diesem Jahr, wie so viele andere Events auch, ausschließlich online stattgefunden.

Ein Auszug der Fragen, die nach Michaelas & Belindas Vortrag gestellt wurden:

  • Was ist der Unterschied zwischen Lead Ad und Document Ad. Im Lead Gen Ad, kann ich ja auch ein Whitepaper zum Download anbieten.
    Antwort: Die Document Ad ist Stand jetzt noch nicht verfügbar, kommt aber noch. Es wird gemäss LinkedIn ähnlich sein wie, wenn Du organisch ein Dokument hochlädst und dann die Personen das Dokument herunterladen können. Die Document Ad wird in jedem Fall mehr Einblicke in den Content / den Leadmagneten bieten, als Lead Ads das aktuell tun.
  • 4s Video-Prospecting mit dem Ziel „Brand Awareness“ oder „Video-Views“ oder noch etwas anderes?
    Antwort: Also wir empfehlen Videoviews, da es diesen Personen angezeigt wird, die am ehesten ein Video ansehen. So kannst du nachher Retargeting betreiben mit Video Views. Video Ads kannst du aber auch sehr gut mit dem Ziel Website-Visits verwenden, um mehr Traffic auf die Landing Page zu bringen. Wie gesagt, es kommt immer auf dein Ziel darauf an. 🙂

Während die Teilnehmer also kurz Durchlüften und Snacks für die nächsten zwei Vorträge bereitstellen konnten, hieß es für die Nerds im Hintergrund: Rödeln. Nochmal ein Technik-Check, Mikrofon-Akkus aufladen und die Präsentation für den nächsten Slot laden – denn der kam diesmal aus den Reihen der Nerds:

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Kosten runter – 5 Tipps, die das Maximum aus Deinem LinkedIn Budget rausholen

Mit diesem Beitrag hatten wir Nerds die Möglichkeit, Einblicke in die vielen verschiedenen Kampagnen-Setups und Learnings zu geben, an denen wir mit Kunden beständig arbeiten.

Eine Devise, die dabei immer an die erste Stelle zu setzen ist: Never stop testing! Nichts darf aus einem Bauchgefühl heraus angenommen werden. Alles muss getestet werden.

So haben wir beispielsweise gelernt, dass es in bestimmten großen Zielgruppen auf LinkedIn durchaus Sinn macht, Kampagnen mit dem Ziel Video Views zu schalten – auch wenn das eigentliche Ziel Website-Traffic ist. Durch das niedrigschwellige Ziel “Video Views” ist die Kampagne günstiger und generiert in einer großen Zielgruppe bei hohem Interesse am Thema einen CPC, der deutlich unter dem Minimal-CPC 2€ liegen kann.

Diesen und weitere spannende Tipps aus der Praxis haben wir den Teilnehmer*innen des LinkedIn Marketing Day kurz und knackig mitgegeben und damit vom Thema LinkedIn Ads über zum Thema Account Based Marketing übergeleitet. Denn als letztes Highlight auf der Bühne durften wir danach Zoran Katic begrüßen. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Pluspulso und eine der profiliertesten Stimmen auf LinkedIn, wenn es um Themen wie Account Based Marketing und Social Selling geht. 

Ein Auszug der Fragen, die nach dem Nerds Vortrag beim LinkedIn Marketing Day gestellt wurden:

  • Ich lasse zur Zeit zwei Sponsored Content Kampagnen laufen. Zwei unterschiedliche Visuals. Gleiches Visual-Format. Gleiche Zielgruppe. zwei sehr unterschiedliche Avg. CPC? Warum? Der Unterschied ist so gross, dass eigentlich nicht am Mitanbieter-Wettbewerb liegen kann. Doppelt hoher CPC.
    Antwort: Das klingt sehr stark danach, dass eines der Creatives bei der ZG besser ankommt, als das andere. Das ist häufig so – deswegen empfehlen wir immer verschiedene Creatives nebeneinander zu testen.
  • Würdest du das Thema Company Page Retargeting auch empfehlen, wenn eine Zielgruppe sehr heterogen ist aufgrund der Breite an Produkten, die man anbietet?
    Antwort: Auch hier ist gibt es keine Pauschalantwort und die Lösung ist: Testen. Auf jeden Fall im Company Page Retargeting die Ausschluss-Möglichkeit im Targeting nutzen und die Mitarbeiter der eigenen Firma und Wettbewerber anhand des Firmennamens ausschließen. Und dann in einer Kampagne verschiedene Produkte gegeneinander testen um zu sehen, welches Produkt bei der Zielgruppe am besten ankommt.
  • Was hältst du von Creatives, die eine Abstimmung beinhalten?

    Antwort: Das generiert natürlich Engagement für die Ads – die Frage ist, welches Ziel hat die Ad. Ist Dein Ziel Leadgenerierung und der Nutzer soll klicken und konvertieren, dann ist so ein Creative eventuell nicht so sinnvoll. Denn es kann dazu führen, dass du viel Aufmerksamkeit und Klicks bekommst, aber keine Leads einsammelst. Gerade so erlebt – ein Creative kommt in der ZG gut an, aber am Ende konvertierte niemand. Daher würde ich immer versuchen gut darauf zu achten, dass das Creative zum tatsächlichen Ziel der Ad passt.

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Smarketing oder – wenn Sales & Marketing Hand in Hand gehen

Zoran gab nach den Vorträgen zu LinkedIn Ads und Kampagnen-Tipps nochmal spannende Insights in das, was nach der Leadgenerierung kommt: Die Qualifizierung von Leads durch Sales. In seinem Beitrag ging es um die erfolgreiche Zusammenarbeit von Sales & Marketing, wie auch um das Thema Account Based Marketing. Was steckt dahinter und welche Tools helfen bei der Umsetzung? Wie können Advertiser*innen den Sales Navigator clever nutzen, um Leads oder Accounts gezielt anzusprechen? All das erfährst Du von Zoran, der in seiner Funktion vielen Unternehmen dabei hilft, diese beiden Bereiche miteinander zu vereinen.

Ein Auszug der Fragen, die nach Zorans Vortrag gestellt wurden:

  • Wir haben ein Sponsored Messaging Ad, der mittlerweile ein über 100%iges CTR hat. wie geht das?
    Antwort: In Sponsored Messaging Ads können Links mehrfach geklickt werden und das zählt dann in die CTR.
  • Sollte man den Sales Navigator auch nutzen, wenn aktuell lediglich das Marketing ABM nutzt durch das Hochladen von Listen mit Unternehmens-Accounts als Targeting oder macht das nur Sinn, wenn der Vertrieb LinkedIn auch bereits nutzt? Oder nochmal ganz anders gefragt: Macht ABM Sinn, wenn der Sales Navigator nicht genutzt wird?
    Antwort: Ja, Account Based Marketing ist ja mehr als das Nutzen des Sales Navigators. Nichtsdestotrotz braucht es für erfolgreiche “Vertikalisierung” die Zusammenarbeit von Sales & Marketing. Sales muss den Input geben, welche Accounts und welche Branche gezielt im Targeting angegangen werden soll. Und Marketing bedient die richtigen Instrumente dafür.

Und dann hieß es auch schon: Abschied nehmen. Vier Stunden LinkedIn Expertise gingen – in unseren Augen – viel zu schnell vorbei. Das Tollste für das Nerds-Team danach war aber das riesen Feuerwerk an Feedback, mit dem wir belohnt wurden. Für uns waren der Tag und all die Mühen, die wir in die Vorbereitung gesteckt haben, alleine deswegen schon ein Erfolg. Wir haben uns etwas vorgenommen, haben es vorbereitet und getestet ob es funktioniert. Und dass es funktioniert hat, sehen wir am Feedback der Teilnehmer! Eine Fortsetzung des LinkedIn Marketing Day wird es definitiv geben. 

Mehr von uns zum Thema LinkedIn Ads erfahrt ihr zum Beispiel in der Podcast-Folge mit AJ Wilcox.

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